Thomas Hettche

Liebe (Kiepenheuer & Witsch)

Moderation: Christoph Schröder

„Ein Roman über das Altern und die Endlichkeit, die alles kostbar auflädt.“ (Ijoma Mangold, DIE ZEIT)

Das mit der Liebe war eigentlich schon abgehakt, Beziehungen vergangen, eine Ehe gescheitert. Da bricht es wie eine Naturgewalt über Max herein: Seine Begegnung mit der verheirateten Anna führt in eine Amour Fou, sie ist mit nichts vergleichbar, was er je erlebt hat. Verwundert stellt er sich die Frage: „Was ist die Liebe?“ Wohl eine Mischung aus Schicksal, Neurotransmittern und „der Vernichtung des Entgegengesetzten in der Vereinigung“.

Das Glück dieser Vereinigung wird getrübt durch ein Übermaß an Vergangenheit. Anna hält sich an ihrer Ehe fest, um der Vergeblichkeit vieler schmerzlicher Kompromisse nicht ins Auge sehen zu müssen. Mit Max trauert sie um die Jahrzehnte ohneeinander. Sie treffen sich an Wochenenden, in Usedom, Stettin, Hiddensee. Und fragen sich irgendwann, ob es das gewesen sein soll, oder ob es doch noch eine Chance für eine gemeinsame Zukunft gibt. Und auf wie viel Zukunft sie hoffen dürfen. Zärtlich, melancholisch, doch ohne Sentimentalität erzählt Thomas Hettche in seinen Roman Liebe (Kiepenheuer & Witsch) vom großen Glück zur falschen Zeit. Wir erleben einen Autor „auf dem Höhepunkt seiner Erzählkunst“, so Denis Scheck. 

Thomas Hettche ist Schriftsteller und Essayist. Seine Essays und Romane wurden in über ein Dutzend Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem Premio Grinzane Cavour, dem Wilhelm-Raabe-Preis, dem Solothurner Literaturpreis und dem Josef-Breitbach-Preis. Sein Roman Herzfaden stand auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2020 und wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste. Zuletzt erschien Sinkende Sterne (beide Kiepenheuer & Witsch).

Christoph Schröder ist freier Literaturkritiker für Print und Rundfunk. Er lebt in Frankfurt am Main. 

Dienstag, 24. März 2025, 19 Uhr

Ort: Historische Villa Metzler, Schaumainkai 17, 60594 Frankfurt am Main

Eintritt 8 / erm. 4 €. Die Plätze sind begrenzt, um Anmeldung per E-Mail an
literatur.kulturamt@stadt-frankfurt.de wird gebeten.

In Kooperation mit dem Kunstgewerbeverein in Frankfurt am Main e.V.